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Donnerstag, 24. September 2009
Berechtigte Empörung
tobi-wan, 21:52h
„Was soll’n der Scheiß? Die Hypo Real Estate bekommt durchn Steuerzahler 100 Milliarden Tacken innen Arsch geblasen, weil se sich verspekuliert hat, aber wegen jedem Euro mehr Harz 4 jibbet Stress???
Neun US-Banken, die ohne Kohle von Uncle Sam längst gar nich mehr wär’n, ham ihren Investment-Fuzzies Boni von insgesamt 33 Mrd. Dollar vor de Füße geworf’n! Maßlosigkeit! Gier! Wo bleibt die Moral? Und was machen unsere Volksvertreter? Nüscht! Kassieren ihre 7000 Ocken im Monat, gehen aber zu keiner Sitzung, sondern lassen sich von ihren Sekretärinnen lieber die Flinte polier’n! So sieht’s aus! Die können sich ihre Wahl am Sonntag sonst wohin schieben. Ich mach dat nicht mehr mit. Geh ick lieber enkoofen. Im KiK, schön billig. Danach vielleicht noch zum Frisör, der schneidet mittlerweile für sieben Dinger. Und dann, wenn ick wieder in meene Bude bin, saug ick mir dit neue Album vonne Bono, der sing imma so schön über Gerechtigkeit.“
Neun US-Banken, die ohne Kohle von Uncle Sam längst gar nich mehr wär’n, ham ihren Investment-Fuzzies Boni von insgesamt 33 Mrd. Dollar vor de Füße geworf’n! Maßlosigkeit! Gier! Wo bleibt die Moral? Und was machen unsere Volksvertreter? Nüscht! Kassieren ihre 7000 Ocken im Monat, gehen aber zu keiner Sitzung, sondern lassen sich von ihren Sekretärinnen lieber die Flinte polier’n! So sieht’s aus! Die können sich ihre Wahl am Sonntag sonst wohin schieben. Ich mach dat nicht mehr mit. Geh ick lieber enkoofen. Im KiK, schön billig. Danach vielleicht noch zum Frisör, der schneidet mittlerweile für sieben Dinger. Und dann, wenn ick wieder in meene Bude bin, saug ick mir dit neue Album vonne Bono, der sing imma so schön über Gerechtigkeit.“
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Samstag, 22. August 2009
Kratzfest
tobi-wan, 23:55h
Ah. Endlich konnte ich mal wieder etwas von dem, was mich beschäftigt, in eine lyrische Form bringen. Tut gut.
Kratzfest
Seine Finger trommeln nervös
auf dem Oberschenkel umher.
Seine Augen blinzeln bös
als wäre viel Verkehr.
„Du entscheidest ganz allein
über die nächsten Schritte.
Für immer hier sein
oder abschlagen die Bitte.“
Eine makellose Welt
tut sich ihm auf.
Er als glänzender Held
alles wartet nur darauf.
Anmut, Charakter und Begeisterungskraft
dazu Schönheit, Stärke, Sexappeal.
Ihm in Sekunden verschafft,
das ist das Ziel.
Da schreit von hinten eine aus alten Tagen vertraute Stimme:
„Bleib bloß hier Du blöder Sack! Tritt Deine Illusion in die Tonne, wo sie hingehört. Und dann zünde die scheiß Tonne an! Du willst Dich befreien? Kein Ding. Stell Dich in die Fußgängerzone, sing ein Lied. Sing es laut und falsch und schau Dir die mitleidigen und verärgerten Blicke an, die von überall kommen werden. Und dann sag zu Dir selbst: Fickt Euch, ich fand’s geil!“
Kratzfest
Seine Finger trommeln nervös
auf dem Oberschenkel umher.
Seine Augen blinzeln bös
als wäre viel Verkehr.
„Du entscheidest ganz allein
über die nächsten Schritte.
Für immer hier sein
oder abschlagen die Bitte.“
Eine makellose Welt
tut sich ihm auf.
Er als glänzender Held
alles wartet nur darauf.
Anmut, Charakter und Begeisterungskraft
dazu Schönheit, Stärke, Sexappeal.
Ihm in Sekunden verschafft,
das ist das Ziel.
Da schreit von hinten eine aus alten Tagen vertraute Stimme:
„Bleib bloß hier Du blöder Sack! Tritt Deine Illusion in die Tonne, wo sie hingehört. Und dann zünde die scheiß Tonne an! Du willst Dich befreien? Kein Ding. Stell Dich in die Fußgängerzone, sing ein Lied. Sing es laut und falsch und schau Dir die mitleidigen und verärgerten Blicke an, die von überall kommen werden. Und dann sag zu Dir selbst: Fickt Euch, ich fand’s geil!“
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Montag, 13. Juli 2009
Kreativpause?
tobi-wan, 22:23h
Was ist denn mit diesem Blog los? Seit gut zwei Monaten gab's hier keine neue Kurzgeschichte. Liegt das am Zeitmangel des Autors, mangelnder Kreativität oder der Weltwirtschaftskrise? Tatsache ist, dass ich seit Anfang des Jahres wirklich verhältnismäßig viel Arbeit um die Ohren hatte, aber als Ausrede für die Textarmut dieses Blogs lasse ich das nicht gelten. Die aktuelle Weltwirtschaftskrise beschäftigt mich zwar intellektuell, ihre Auswirkungen spüre ich jedoch zum Glück (noch?) nicht am eigenen Leib. Die Wahrheit liegt also - wie so oft - in der Mitte und lautet mangelnde Kreativität. Allerdings finde ich diesen Umstand gar nicht so schlimm. Ich schreibe lieber eine längere Zeit lang keine künstlerischen Texte, als dass ich während dieser Zeit irgendwelchen Erwartungshaltungen nachgebe und unter Zwang Mist verfasse. Sollte meine Kreativität irgendwann zurückkehren, werde ich sie umso engagierter umsetzen.
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Freitag, 26. Juni 2009
Heal the world
tobi-wan, 14:10h
Welcher Mensch steckte hinter der Kunstfigur Michael Jackson? Diese Frage kann nur von wenigen beantwortet werden. Doch bei allen Skandalen um seine Person, bei allen Witzen über seine Nase, ein gemeinsamer Nenner bleibt wohl trotzdem: Er war ein großartiger Musiker, der dem Pop so viel mehr zu geben hatte als beliebiges Chartgedudel. Und genau dort, in seiner Musik, lebt er weiter.
Heal the world.
Heal the world.
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Donnerstag, 11. Juni 2009
Hingucken!
tobi-wan, 17:32h
Demnächst werde ich wahrscheinlich wieder eine Kurzgeschichte veröffentlichen, sie ist immerhin bereits zur Hälfte fertig. Für viel wichtiger erachte ich jedoch folgende, völlig kostenlos ins Netz gestellte Dokumentation mit dem Namen "Home":
http://www.youtube.com/watch?v=IbDmOt-vIL8&NR=1
Ich selbst habe sie zwar noch nicht gesehen, vertraue aber voll und ganz dem lobenden Urteil eines sehr guten Freundes.
http://www.youtube.com/watch?v=IbDmOt-vIL8&NR=1
Ich selbst habe sie zwar noch nicht gesehen, vertraue aber voll und ganz dem lobenden Urteil eines sehr guten Freundes.
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Donnerstag, 21. Mai 2009
Germanys Next Bulimie-Opfer
tobi-wan, 15:44h
Ja, in den vergangenen Wochen hat sich hier nichts geändert (ich schreibe eben nur, wenn eine kreative Phase es mir erlaubt) und ja, der folgende Text ist eine Wieder-Veröffentlichung. Zum Ende der aktuellen Staffel von Heidis Wichs-und Lästershow passt er aber ebenso gut wie damals zu ihrem Beginn.
Innere Schönheit
Eine Fleisch-und Makeup-Beschauung, vielerorts „Casting“ genannt.
Kribbeln in mir, besonders um Bauchgegend.
Ein Happen zu Essen, egal was, und ich kotze.
Der Kopf voll von weißem Rauch. Verhüllt jeden schwierigen Satz, den ich denke.
Bin hier, weil…
Gehe ins Hauptzimmer, man hat mich gerufen.
Beim Betreten des Raumes kurzer Hauch von Verwunderung in den makellosen Jury-Gesichtern.
Geht schnell weg, dann wieder Lächeln, eisig.
Beine werden schwach, geben fast nach.
„Du entsprichst leider nicht ganz unseren Vorstellungen.“
Keine Ahnung, was die Kotze noch unten hält.
„Danke für Deinen Mut. Auf Wiedersehen!“
So würde es ablaufen.
Ich hasse Spiegel, aber noch mehr hasse ich folgenden Satz:
„Auf die innere Schönheit kommt es an.“
Ich hasse ihn besonders, weil er nur von Leuten gesagt wird, die nichts davon verstehen.
Innere Schönheit
Eine Fleisch-und Makeup-Beschauung, vielerorts „Casting“ genannt.
Kribbeln in mir, besonders um Bauchgegend.
Ein Happen zu Essen, egal was, und ich kotze.
Der Kopf voll von weißem Rauch. Verhüllt jeden schwierigen Satz, den ich denke.
Bin hier, weil…
Gehe ins Hauptzimmer, man hat mich gerufen.
Beim Betreten des Raumes kurzer Hauch von Verwunderung in den makellosen Jury-Gesichtern.
Geht schnell weg, dann wieder Lächeln, eisig.
Beine werden schwach, geben fast nach.
„Du entsprichst leider nicht ganz unseren Vorstellungen.“
Keine Ahnung, was die Kotze noch unten hält.
„Danke für Deinen Mut. Auf Wiedersehen!“
So würde es ablaufen.
Ich hasse Spiegel, aber noch mehr hasse ich folgenden Satz:
„Auf die innere Schönheit kommt es an.“
Ich hasse ihn besonders, weil er nur von Leuten gesagt wird, die nichts davon verstehen.
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Sonntag, 3. Mai 2009
Ich tippe, also bin ich
tobi-wan, 03:09h
In Deinem Kopf fliegen Optionen dessen durcheinander, was Du in diesem Moment tun könntest: Das Abendessen vorbereiten, und zwar mit Planung und genügend Zeit; den langen Zeitungsartikel lesen, der Dein Interesse geweckt hat und an dem Dich nur die Masse an Text abstößt; die alte Springsteen-Platte auflegen, dabei dem Boss die Regie über Deine Gedanken überlassen. Alle Möglichkeiten befinden sich vor Deinen Augen, entfalten aber keine Wirkung auf Dich. Sie vereinnahmen Dich nicht, sondern schweben nur langsam verblassend vor Dir, während Dein Zeigefinger auf den Power-Knopf des PCs drückt. Ein künstliches Licht erhellt den Raum, in dem Du Dich befindest, und mit ihm Dein Gesicht, Dein angespanntes Gesicht.
Die Optionen, denen Du Dir gerade noch vage bewusst warst, sind verschwunden, ihre Einzelteile sickerten in Dein Unterbewusstsein und verharren dort bewegungslos bis zu ihrer Rückkehr. Du öffnest ein Chat-Programm, Deine Augen suchen gierig nach Freunden, die sich in einer Situation befinden, die Deiner gleicht. Schnell hast Du sie ausgemacht, schnell heißt es „hi“, „tach“ und „hey“, und immer wieder „hallo“, während bereits die ersten Rückmeldungen aufblinken.
Zügig bewegen sich Deine Finger über die Tastatur, formen Textfragmente, bei denen in der Eile Buchstaben ihre Plätze tauschen oder gar nicht erst an ihre Position kommen. Eben solche Bausteine schicken Dir Deine Freunde zurück. Es sind Spiegelbilder, aber das bemerkst Du nicht, lieber reagierst Du mit kleinen lachenden Gesichtern. Mal entsprechen sie Deiner Stimmung, oft dienen sie nur bloßem Entgegenkommen. So fliegen Gesprächsfetzen hin und her und formen dabei den Stromfluss der Globalisierung. Aber halt, wieso reagiert Natalie nicht? Egal, schon gehört Deine Aufmerksamkeit einem Link, der von Max kommt und Dir befiehlt, ihm zu folgen (Klick mich!). Du hast Dich gerade zum Pimmel über Berlin vorgearbeitet, da klettern zwei Affen aus Markus Chatfenster und beginnen ein Duett von „something stupid“. Entnervt werden sie weggeklickt, kurz darauf wirfst Du Max ein LOL hinüber. Mittlerweile hat die Laterne vor Deinem Fenster ihren Dienst aufgenommen, die Vögel kommen langsam zu Ruhe, doch Dein Körper löst sich nicht von den Eingabegeräten. Deine Zeitung ist zum Untersetzter geworden, verschmiert von einer Pizza, die entstellten Buchstaben sind genauso nutzlos wie der akustische Brei aus Deinen PC-Boxen. Längst hast Du Dich an beides gewöhnt, immer tiefer tauchst Du ein ins weiße Rauschen.
Am anderen Ende der Stadt legt Natalie ihr Buch beiseite und wartet still darauf, dass die Vögel schlafen gehen.
Die Optionen, denen Du Dir gerade noch vage bewusst warst, sind verschwunden, ihre Einzelteile sickerten in Dein Unterbewusstsein und verharren dort bewegungslos bis zu ihrer Rückkehr. Du öffnest ein Chat-Programm, Deine Augen suchen gierig nach Freunden, die sich in einer Situation befinden, die Deiner gleicht. Schnell hast Du sie ausgemacht, schnell heißt es „hi“, „tach“ und „hey“, und immer wieder „hallo“, während bereits die ersten Rückmeldungen aufblinken.
Zügig bewegen sich Deine Finger über die Tastatur, formen Textfragmente, bei denen in der Eile Buchstaben ihre Plätze tauschen oder gar nicht erst an ihre Position kommen. Eben solche Bausteine schicken Dir Deine Freunde zurück. Es sind Spiegelbilder, aber das bemerkst Du nicht, lieber reagierst Du mit kleinen lachenden Gesichtern. Mal entsprechen sie Deiner Stimmung, oft dienen sie nur bloßem Entgegenkommen. So fliegen Gesprächsfetzen hin und her und formen dabei den Stromfluss der Globalisierung. Aber halt, wieso reagiert Natalie nicht? Egal, schon gehört Deine Aufmerksamkeit einem Link, der von Max kommt und Dir befiehlt, ihm zu folgen (Klick mich!). Du hast Dich gerade zum Pimmel über Berlin vorgearbeitet, da klettern zwei Affen aus Markus Chatfenster und beginnen ein Duett von „something stupid“. Entnervt werden sie weggeklickt, kurz darauf wirfst Du Max ein LOL hinüber. Mittlerweile hat die Laterne vor Deinem Fenster ihren Dienst aufgenommen, die Vögel kommen langsam zu Ruhe, doch Dein Körper löst sich nicht von den Eingabegeräten. Deine Zeitung ist zum Untersetzter geworden, verschmiert von einer Pizza, die entstellten Buchstaben sind genauso nutzlos wie der akustische Brei aus Deinen PC-Boxen. Längst hast Du Dich an beides gewöhnt, immer tiefer tauchst Du ein ins weiße Rauschen.
Am anderen Ende der Stadt legt Natalie ihr Buch beiseite und wartet still darauf, dass die Vögel schlafen gehen.
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Dienstag, 14. April 2009
Kulissenabbau
tobi-wan, 18:44h
Hallo Du. Ja, ich meine Dich, der Du gerade auf Deinen Monitor schaust. Wirf einen Blick aus dem Fenster, meinetwegen auch nur in Gedanken! Was siehst Du? Vielleicht dasselbe wie ich? Eine schöne Gegend, bewaldet und nahe am Wasser, voller gepflegter Ein-und Zweifamilienhäuser? Oder Hochhäuser, die ihrem Betrachter ein Gefühl der Erniedrigung geben? Sind es Altbauwohnungen, ohne Schutz vorm Lärm der Straße? Egal. Was Du siehst, wird einem Ort ähnlich sein, von dem ich Dir erzählen möchte. Es gibt da ein Dorf, das ist durch und durch krank. Nicht das Dorf selbst, sondern seine Bewohner! Sie zeigen sich Dir beim Verlassen ihrer Häuser, wenn sie ihren alltäglichen Geschäften nachgehen. Einkaufen, der Weg zur Arbeit, Rasen mähen. Du wirst von ihnen gegrüßt, sie winken Dir zu, rufen ein fröhliches „Alles fit?“ in Deine Richtung. Sie bringen Deine Post, werden Dein Anwalt, schneiden Dir die Haare und unterrichten Deine Kinder. Manchen kommst Du näher, knüpfst vertrauensvolle Bänder, zeigst Dich ihnen nackt. Doch stehen sie hinter ihren Häuserwänden, weißt Du nicht, wie sie aussehen, dreinschauen, sich bewegen oder welche Wörter sie in den Mund nehmen. Die Frage lautet: Willst Du es wissen?
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Mittwoch, 25. März 2009
Drei Worte
tobi-wan, 23:57h
Du siehst mich an und Deine strahlenden Augen
werfen einen Blick, der mein Innerstes mit Wärme erfüllt.
Ich spüre Lebendigkeit, Energie und Vorfreude
wild durcheinander springen, sich abwechseln und ergänzen.
Dein Bild bleibt mir nahe, auch wenn mich die Arbeit erdrückt.
Reden konnte ich nie gut, besser gesagt:
Über das sprechen, was ich eben aufgeschrieben habe.
Dann hält jede Körper-Faser meinen Willen zurück
sodass nur Nichtigkeiten geäußert werden.
Der Film war nett, Schnee im Frühjahr muss nicht sein.
Scheiße! Es gibt doch drei Worte, so einfache Worte
die mein Verhältnis zu Dir erklären.
„Die mein Verhältnis zu Dir erklären.“ Welch schlechte Formulierung
für meine Empfindungen und den vollkommenen Menschen, der entstand.
Ich muss bessere Worte finden, Du verdienst sie.
Seit Stunden sitze ich hier im dunklen Zimmer
mit Bergen von zerrissenem Papier um mich herum.
In meinem Kopf fühle ich, wie sich Brei immer
schwerer auf alle Gedanken legt und sie verklebt.
Mittlerweile hasse ich sogar die erste Strophe dieses Gedichtes.
Mir reichen die Mittel meiner Sprache nicht mehr
um mich Dir gegenüber auszudrücken.
Diese drei Worte, diese drei verfickten Worte
werden in jedem zweiten Lied gesungen.
Sie haben ihren Wert schon lange verloren.
Ich liege im Bett, das Schreiben habe ich
für heute aufgegeben.
Die Gedanken kreisen um Dich, Dein Gesicht
folgt mir in die Träume. Du rufst mir spöttisch zu:
Mach es doch nicht immer so kompliziert.
Nun steht ich vor Dir und Du
hast mich gefragt, was ich Dir mitzuteilen habe.
Jetzt werde ich die drei Worte sagen. Aber nur
weil Du endlich das Puzzle meines Lebens vervollständigst.
Mir selbst verspreche ich, mit den folgenden drei Worten
immer sorgsam umzugehen.
Ich liebe Dich.
werfen einen Blick, der mein Innerstes mit Wärme erfüllt.
Ich spüre Lebendigkeit, Energie und Vorfreude
wild durcheinander springen, sich abwechseln und ergänzen.
Dein Bild bleibt mir nahe, auch wenn mich die Arbeit erdrückt.
Reden konnte ich nie gut, besser gesagt:
Über das sprechen, was ich eben aufgeschrieben habe.
Dann hält jede Körper-Faser meinen Willen zurück
sodass nur Nichtigkeiten geäußert werden.
Der Film war nett, Schnee im Frühjahr muss nicht sein.
Scheiße! Es gibt doch drei Worte, so einfache Worte
die mein Verhältnis zu Dir erklären.
„Die mein Verhältnis zu Dir erklären.“ Welch schlechte Formulierung
für meine Empfindungen und den vollkommenen Menschen, der entstand.
Ich muss bessere Worte finden, Du verdienst sie.
Seit Stunden sitze ich hier im dunklen Zimmer
mit Bergen von zerrissenem Papier um mich herum.
In meinem Kopf fühle ich, wie sich Brei immer
schwerer auf alle Gedanken legt und sie verklebt.
Mittlerweile hasse ich sogar die erste Strophe dieses Gedichtes.
Mir reichen die Mittel meiner Sprache nicht mehr
um mich Dir gegenüber auszudrücken.
Diese drei Worte, diese drei verfickten Worte
werden in jedem zweiten Lied gesungen.
Sie haben ihren Wert schon lange verloren.
Ich liege im Bett, das Schreiben habe ich
für heute aufgegeben.
Die Gedanken kreisen um Dich, Dein Gesicht
folgt mir in die Träume. Du rufst mir spöttisch zu:
Mach es doch nicht immer so kompliziert.
Nun steht ich vor Dir und Du
hast mich gefragt, was ich Dir mitzuteilen habe.
Jetzt werde ich die drei Worte sagen. Aber nur
weil Du endlich das Puzzle meines Lebens vervollständigst.
Mir selbst verspreche ich, mit den folgenden drei Worten
immer sorgsam umzugehen.
Ich liebe Dich.
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Montag, 16. März 2009
Entscheidungen
tobi-wan, 18:57h
Ihr seid hier falsch
denn längst sieht ein Baum aus wie der andere
und ihr werdet nicht zum Essen angekommen sein
obwohl Du es versprochen hast
„Hätte ich meine Zweifel zugeben sollen,
als ich mit fester Stimme sagte: Lass uns nach Links gehen?“
Die Wunde klafft, das Messer fliegt über den Küchentisch
frisches Blut an der Klinge
Natürlich schmerzt Deine Hand
aber die Hauptursache Deiner Wut liegt woanders
„Wenn ich nicht mit dem Messer gespielt hätte,
würdest Du mich noch immer ignorieren!“
Die Freudenschreie Deiner Anhänger machen Dich taub
Du empfindest keine Störung, sonders Genugtuung
Ein Tanz, an den Du später keine Erinnerung haben wirst
ist gerade die EINZIGE LÖSUNG, um Deine Freude auszudrücken
„Muss ich zugeben,
dass ich gedopt bin?“
Sie weiß sich zu präsentieren
und steht außerdem voller Erwartung in Deinem Zimmer
Kein Wort wirst Du sagen, sondern Dich nur anstrengen
Damit jeder Deiner Griffe Wirkung zeigt
„Du hast mir gestanden, wie sehr Du mich liebst,
doch in meinen Augen bist Du nichts als Ablenkung!“
denn längst sieht ein Baum aus wie der andere
und ihr werdet nicht zum Essen angekommen sein
obwohl Du es versprochen hast
„Hätte ich meine Zweifel zugeben sollen,
als ich mit fester Stimme sagte: Lass uns nach Links gehen?“
Die Wunde klafft, das Messer fliegt über den Küchentisch
frisches Blut an der Klinge
Natürlich schmerzt Deine Hand
aber die Hauptursache Deiner Wut liegt woanders
„Wenn ich nicht mit dem Messer gespielt hätte,
würdest Du mich noch immer ignorieren!“
Die Freudenschreie Deiner Anhänger machen Dich taub
Du empfindest keine Störung, sonders Genugtuung
Ein Tanz, an den Du später keine Erinnerung haben wirst
ist gerade die EINZIGE LÖSUNG, um Deine Freude auszudrücken
„Muss ich zugeben,
dass ich gedopt bin?“
Sie weiß sich zu präsentieren
und steht außerdem voller Erwartung in Deinem Zimmer
Kein Wort wirst Du sagen, sondern Dich nur anstrengen
Damit jeder Deiner Griffe Wirkung zeigt
„Du hast mir gestanden, wie sehr Du mich liebst,
doch in meinen Augen bist Du nichts als Ablenkung!“
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