Dienstag, 14. April 2009
Kulissenabbau
Hallo Du. Ja, ich meine Dich, der Du gerade auf Deinen Monitor schaust. Wirf einen Blick aus dem Fenster, meinetwegen auch nur in Gedanken! Was siehst Du? Vielleicht dasselbe wie ich? Eine schöne Gegend, bewaldet und nahe am Wasser, voller gepflegter Ein-und Zweifamilienhäuser? Oder Hochhäuser, die ihrem Betrachter ein Gefühl der Erniedrigung geben? Sind es Altbauwohnungen, ohne Schutz vorm Lärm der Straße? Egal. Was Du siehst, wird einem Ort ähnlich sein, von dem ich Dir erzählen möchte. Es gibt da ein Dorf, das ist durch und durch krank. Nicht das Dorf selbst, sondern seine Bewohner! Sie zeigen sich Dir beim Verlassen ihrer Häuser, wenn sie ihren alltäglichen Geschäften nachgehen. Einkaufen, der Weg zur Arbeit, Rasen mähen. Du wirst von ihnen gegrüßt, sie winken Dir zu, rufen ein fröhliches „Alles fit?“ in Deine Richtung. Sie bringen Deine Post, werden Dein Anwalt, schneiden Dir die Haare und unterrichten Deine Kinder. Manchen kommst Du näher, knüpfst vertrauensvolle Bänder, zeigst Dich ihnen nackt. Doch stehen sie hinter ihren Häuserwänden, weißt Du nicht, wie sie aussehen, dreinschauen, sich bewegen oder welche Wörter sie in den Mund nehmen. Die Frage lautet: Willst Du es wissen?

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Nö, ich will nicht jeden Furz mitbekommen.

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