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Samstag, 2. Dezember 2006
Klare Sache
tobi-wan, 20:07h
Meistens weiß man Dinge erst dann zu schätzen, wenn sie einem fehlen.
Ist der Kopf vernebelt und lassen sich die Gedanken folglich beim besten Willen nicht sammeln, dann kann es schon vorkommen, dass man sich beim Wanken Richtung Toilette die geistige Klarheit von vor ein paar Stunden zurückwünscht.
Hat man es dann dank literweise Wasser geschafft, den gröbsten Nebel aus dem Kopf zu verbannen, wartet schon der nächste Fehler.
Anstatt sich seines gegebenen Verstandes zu bedienen und den Rest des Abends beim Wasser zu bleiben, katapultiert man sich in Minuten in den Zustand geistiger Umnachtung zurück, nur um das dann spätestens am nächsten Morgen zu bereuen.
Da dämmert einem dann nämlich, dass die nächtlichen Eskapaden ihren Weg auf diverse Bild- und Tonträger gefunden haben…
Ist der Kopf vernebelt und lassen sich die Gedanken folglich beim besten Willen nicht sammeln, dann kann es schon vorkommen, dass man sich beim Wanken Richtung Toilette die geistige Klarheit von vor ein paar Stunden zurückwünscht.
Hat man es dann dank literweise Wasser geschafft, den gröbsten Nebel aus dem Kopf zu verbannen, wartet schon der nächste Fehler.
Anstatt sich seines gegebenen Verstandes zu bedienen und den Rest des Abends beim Wasser zu bleiben, katapultiert man sich in Minuten in den Zustand geistiger Umnachtung zurück, nur um das dann spätestens am nächsten Morgen zu bereuen.
Da dämmert einem dann nämlich, dass die nächtlichen Eskapaden ihren Weg auf diverse Bild- und Tonträger gefunden haben…
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Mittwoch, 29. November 2006
Die Welt verändern!
tobi-wan, 17:05h
Du bist manchmal nahe der Verzweiflung, weil Dich die Welt dazu treibt.
Soviel Dummheit, Ignoranz, Brutalität und Egoismus überall, und Du mitten drin.
Aber Du kannst nichts daran ändern, weil Dir die Kraft dazu fehlt.
Gedrängt in die Rolle des bloßen Beobachters, gefangen im eigenen Körper, gefesselt von Deiner Mutlosigkeit.
In Dir steigt die Wut, doch entladen kannst Du sie nicht.
Stattdessen sitzt Du nur da, und wartest auf den nächsten Tag.
Soviel Dummheit, Ignoranz, Brutalität und Egoismus überall, und Du mitten drin.
Aber Du kannst nichts daran ändern, weil Dir die Kraft dazu fehlt.
Gedrängt in die Rolle des bloßen Beobachters, gefangen im eigenen Körper, gefesselt von Deiner Mutlosigkeit.
In Dir steigt die Wut, doch entladen kannst Du sie nicht.
Stattdessen sitzt Du nur da, und wartest auf den nächsten Tag.
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Sonntag, 26. November 2006
Seht her!
tobi-wan, 14:32h
Auf der Tanzfläche, da war er Gott.
Er führe keine Bewegungen aus, sondern erschuf sie.
Seine Partnerin hatte gar keine andere Wahl, als ihm bedingungslos zu folgen.
Sein Lächeln saß auch dann perfekt, wenn er auf der Fläche mit einem Konkurrenten zusammenstieß. Er ließ nicht zu, dass sein makelloses Gesicht der Verachtung Ausdruck verlieh, die dann in ihm aufkeimte.
Es ist überflüssig, lange darauf hinzuweisen, dass ihm keine Fehler unterliefen.
Wenn ein Schritt falsch gesetzt wurde, dann lag das an seiner Partnerin.
Anschließend, in der Kabine, nachdem er sie energisch auf ihr Fehlerverhalten hingewiesen hatte, da keimte fast so etwas wie Mitleid in ihm auf, denn schließlich konnte sie ja nichts für ihre Talentlosigkeit. Sein Ziel war es nun mal, alle Augen im Saal auf sich gerichtet zu haben, sie seinem schöpferischen Akt beiwohnen zu lassen, seine Zuschauer geistig niederknien zu sehen angesichts der Vollkommenheit, die er ihnen bot.
Gut, dass sie nicht sahen, wie er nach dem Pinkeln meist darauf verzichtete, sich die Hände zu waschen.
Er führe keine Bewegungen aus, sondern erschuf sie.
Seine Partnerin hatte gar keine andere Wahl, als ihm bedingungslos zu folgen.
Sein Lächeln saß auch dann perfekt, wenn er auf der Fläche mit einem Konkurrenten zusammenstieß. Er ließ nicht zu, dass sein makelloses Gesicht der Verachtung Ausdruck verlieh, die dann in ihm aufkeimte.
Es ist überflüssig, lange darauf hinzuweisen, dass ihm keine Fehler unterliefen.
Wenn ein Schritt falsch gesetzt wurde, dann lag das an seiner Partnerin.
Anschließend, in der Kabine, nachdem er sie energisch auf ihr Fehlerverhalten hingewiesen hatte, da keimte fast so etwas wie Mitleid in ihm auf, denn schließlich konnte sie ja nichts für ihre Talentlosigkeit. Sein Ziel war es nun mal, alle Augen im Saal auf sich gerichtet zu haben, sie seinem schöpferischen Akt beiwohnen zu lassen, seine Zuschauer geistig niederknien zu sehen angesichts der Vollkommenheit, die er ihnen bot.
Gut, dass sie nicht sahen, wie er nach dem Pinkeln meist darauf verzichtete, sich die Hände zu waschen.
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Donnerstag, 23. November 2006
Willkommen in Deutschland
tobi-wan, 11:27h
...Komm mir nicht zu Nahe…
…und sieh mich bloß nicht direkt an…
…Ich starre hier gerade so schön vor mich hin…
…Wieso habe ich keine Zeitung, in die ich mich zum Schein vertiefen kann…?
…Gut, dass es seit einigen Jahren diese Nachrichtenmonitore gibt…
…die aber dummerweise heute ausgefallen sind…
…Also stattdessen aus dem Fenster gucken…
…Na ja, ist jetzt auch nicht so spannend…
…Am besten ist es immer noch, wenn man die Augen gleich zumacht…
…Mist, jetzt hat mich jemand angerempelt…
…Soll ich die Augen aufmachen…?
…Nee, dann müsste ich ja was sagen…
…und sieh mich bloß nicht direkt an…
…Ich starre hier gerade so schön vor mich hin…
…Wieso habe ich keine Zeitung, in die ich mich zum Schein vertiefen kann…?
…Gut, dass es seit einigen Jahren diese Nachrichtenmonitore gibt…
…die aber dummerweise heute ausgefallen sind…
…Also stattdessen aus dem Fenster gucken…
…Na ja, ist jetzt auch nicht so spannend…
…Am besten ist es immer noch, wenn man die Augen gleich zumacht…
…Mist, jetzt hat mich jemand angerempelt…
…Soll ich die Augen aufmachen…?
…Nee, dann müsste ich ja was sagen…
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Montag, 20. November 2006
Rückblick
tobi-wan, 19:18h
Heute blicke ich zurück.
Ist das klug?
Sollte der Blick nicht besser nach vorne gerichtet sein?
Wer zurück blickt, und den Mut hat, ehrlich zu sein, der entdeckt viel Schlechtes.
Blickt man nach vorne, so ist da Ungewissheit oder Hoffnung, oft je nach Einstellung.
Wenn ich meinen Blick heute zurückrichte, dann gewinne ich daraus vor allem eine Erkenntnis:
Letztendlich ist es egal, was oder mit wem man etwas tut.
Hauptsache, man tut es mit Zufriedenheit.
Ist das klug?
Sollte der Blick nicht besser nach vorne gerichtet sein?
Wer zurück blickt, und den Mut hat, ehrlich zu sein, der entdeckt viel Schlechtes.
Blickt man nach vorne, so ist da Ungewissheit oder Hoffnung, oft je nach Einstellung.
Wenn ich meinen Blick heute zurückrichte, dann gewinne ich daraus vor allem eine Erkenntnis:
Letztendlich ist es egal, was oder mit wem man etwas tut.
Hauptsache, man tut es mit Zufriedenheit.
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Donnerstag, 16. November 2006
Über jeden Zweifel erhaben
tobi-wan, 21:50h
Der Applaus war wie eine Droge für ihn. Er entschädigte nicht nur einfach für seine Anstrengungen auf der Bühne. Stattdessen gab es etwas in seinem Inneren, was danach schrie und erst Ruhe gab, wenn die Menge tobte. Er war süchtig nach ihren fanatisch verzerrten Gesichtern, ihrem Gebrüll, den vielen Zurufen.
Es verschaffte ihm Befriedigung, wenn er der Presse entnehmen konnte, dass die Zahl seiner Fans weiter wuchs und dass diese sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen konnten. Natürlich hatte er das den Schreiberlingen so nie gesagt.
„Ich schätze meine Fans, sie geben mir Kraft, aber niemand sollte sein Leben voll und ganz einem Star widmen, das ist ungesund“. So wollte er zitiert werden, nicht anders.
Deshalb war es auch nötig, dass er so manche Dame für ihr Schweigen bezahlte, bevor und auch oft lange nachdem sie sein Hotelzimmer wieder verlassen hatte. Einmal, da ging eine von ihnen an die Presse, und erzählte etwas intimere Details ihrer angeblichen Nacht mit ihm. Geglaubt hatte ihr das aber kaum jemand, dafür pflegte er sein Image einfach viel zu gut.
Schlussendlich waren es seine Fans, diese treuen Seelen, die sein so mühsam konstruiertes Ansehen auch nach seinem Tod tapfer aufrechterhielten.
Denn die Geschichte mit der Überdosis, die konnte einfach nicht wahr sein, nicht bei einem solch guten Menschen.
Es verschaffte ihm Befriedigung, wenn er der Presse entnehmen konnte, dass die Zahl seiner Fans weiter wuchs und dass diese sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen konnten. Natürlich hatte er das den Schreiberlingen so nie gesagt.
„Ich schätze meine Fans, sie geben mir Kraft, aber niemand sollte sein Leben voll und ganz einem Star widmen, das ist ungesund“. So wollte er zitiert werden, nicht anders.
Deshalb war es auch nötig, dass er so manche Dame für ihr Schweigen bezahlte, bevor und auch oft lange nachdem sie sein Hotelzimmer wieder verlassen hatte. Einmal, da ging eine von ihnen an die Presse, und erzählte etwas intimere Details ihrer angeblichen Nacht mit ihm. Geglaubt hatte ihr das aber kaum jemand, dafür pflegte er sein Image einfach viel zu gut.
Schlussendlich waren es seine Fans, diese treuen Seelen, die sein so mühsam konstruiertes Ansehen auch nach seinem Tod tapfer aufrechterhielten.
Denn die Geschichte mit der Überdosis, die konnte einfach nicht wahr sein, nicht bei einem solch guten Menschen.
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Dienstag, 14. November 2006
Der Entscheidungsprozess
tobi-wan, 16:28h
Ach, wie entscheide ich mich denn jetzt?
So?
Oder doch lieber anders?
Verdammt, die Zeit drängt…
Im Prinzip habe ich doch keine Ahnung…
Egal, es muss eine Entscheidung getroffen werden!
Was, die Entscheidung war falsch?
Schwachsinn, ich treffe keine falschen Entscheidungen!
So?
Oder doch lieber anders?
Verdammt, die Zeit drängt…
Im Prinzip habe ich doch keine Ahnung…
Egal, es muss eine Entscheidung getroffen werden!
Was, die Entscheidung war falsch?
Schwachsinn, ich treffe keine falschen Entscheidungen!
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Samstag, 11. November 2006
Brief aus der Hölle
tobi-wan, 16:07h
Mein lieber Freund,
bitte nimm diesen Brief als Entschuldigung für den vielen Unsinn, den ich Dir bei unserem letzten Treffen an den Kopf geworfen habe.
Je länger ich hier bin, desto mehr schäme ich mich dafür.
Ich habe Dich als Verräter und moralischer Versager hingestellt, weil Du nicht mitkommen wolltest.
Doch nun weiß ich, wie sehr ich irrte und Du Recht hattest.
In den ersten Wochen konnten wir hier noch unseren Spaß haben, dass ist richtig, und unser Einsatz wirkte auf uns wie eine Klassenfahrt. Doch spätestens nach der ersten richtigen Mission, bei der wir mitgeholfen haben, ein Dorf von Terroristen zu säubern, sind unsere Illusionen zerplatzt. Keiner, der nicht dabei war, kann auch nur ein bisschen Nachfühlen, wie das ist, wenn man jemanden tötet. So richtig bewusst wird Dir das erst, wenn Du abends im Bett liegst, nicht schlafen kannst, und Du ganz alleine mit Deinem Gewissen bist. Da helfen Dir keine Kameraden oder Vorgesetzten, die Stimme in Deinem Kopf auszuschalten, da gibt es nur sie und Dich. Und glaube mir bitte: Den Anblick von zerfetzten Leichen kannst Du verdrängen, aber niemals wirst Du Dich wirklich an ihn gewöhnen.
Kein Wunder, dass sich einer von den Jungs vorletzte Nacht seine Pistole in den Hals gesteckt hat. Ein wirklich netter Junge, aber wohl zu sensibel für das, was wir hier machen. Er bekam gleich am ersten Abend, als wir Dank geschmuggeltem Wodka unsere Einweihungsparty feierten, den Spitznamen „Goethe“ verpasst.
Als wir uns gestern von Goethe verabschiedet haben, da versuchten unsere Vorgesetzten, sein Engagement fürs Vaterland zu loben. Es klang so unendlich hohl für mich, auch wenn Du mir das vielleicht nicht glauben wirst. Die anderen Jungs denken da wohl ähnlich. Dazu brauchst Du ihnen nur in die Augen zu sehen, und Du wirst erkennen, dass jegliches Funkeln erloschen ist. Drei von uns sind heute total ausgerastet, als wir ein Haus durchsuchen sollten. Wir werden gemeinsam dafür sorgen, dass nie jemand erfährt, was sie mit dieser Frau gemacht haben, aber wir hassen uns dafür.
Glaube mir, mein lieber Freund, wir alle mussten hier unten unsere Seelen verkaufen, um überhaupt zu überleben und vielleicht irgendwann nach Hause zurückkehren zu können.
Doch loslassen, dass ins uns jetzt allen bewusst, wird uns dieser Krieg niemals.
Zur Hölle mit allen, die uns dazu gebracht haben, hierher zu kommen!
Zur Hölle mit denen, die sich uns in den Weg stellen!
Wir selber sind längst angekommen.
bitte nimm diesen Brief als Entschuldigung für den vielen Unsinn, den ich Dir bei unserem letzten Treffen an den Kopf geworfen habe.
Je länger ich hier bin, desto mehr schäme ich mich dafür.
Ich habe Dich als Verräter und moralischer Versager hingestellt, weil Du nicht mitkommen wolltest.
Doch nun weiß ich, wie sehr ich irrte und Du Recht hattest.
In den ersten Wochen konnten wir hier noch unseren Spaß haben, dass ist richtig, und unser Einsatz wirkte auf uns wie eine Klassenfahrt. Doch spätestens nach der ersten richtigen Mission, bei der wir mitgeholfen haben, ein Dorf von Terroristen zu säubern, sind unsere Illusionen zerplatzt. Keiner, der nicht dabei war, kann auch nur ein bisschen Nachfühlen, wie das ist, wenn man jemanden tötet. So richtig bewusst wird Dir das erst, wenn Du abends im Bett liegst, nicht schlafen kannst, und Du ganz alleine mit Deinem Gewissen bist. Da helfen Dir keine Kameraden oder Vorgesetzten, die Stimme in Deinem Kopf auszuschalten, da gibt es nur sie und Dich. Und glaube mir bitte: Den Anblick von zerfetzten Leichen kannst Du verdrängen, aber niemals wirst Du Dich wirklich an ihn gewöhnen.
Kein Wunder, dass sich einer von den Jungs vorletzte Nacht seine Pistole in den Hals gesteckt hat. Ein wirklich netter Junge, aber wohl zu sensibel für das, was wir hier machen. Er bekam gleich am ersten Abend, als wir Dank geschmuggeltem Wodka unsere Einweihungsparty feierten, den Spitznamen „Goethe“ verpasst.
Als wir uns gestern von Goethe verabschiedet haben, da versuchten unsere Vorgesetzten, sein Engagement fürs Vaterland zu loben. Es klang so unendlich hohl für mich, auch wenn Du mir das vielleicht nicht glauben wirst. Die anderen Jungs denken da wohl ähnlich. Dazu brauchst Du ihnen nur in die Augen zu sehen, und Du wirst erkennen, dass jegliches Funkeln erloschen ist. Drei von uns sind heute total ausgerastet, als wir ein Haus durchsuchen sollten. Wir werden gemeinsam dafür sorgen, dass nie jemand erfährt, was sie mit dieser Frau gemacht haben, aber wir hassen uns dafür.
Glaube mir, mein lieber Freund, wir alle mussten hier unten unsere Seelen verkaufen, um überhaupt zu überleben und vielleicht irgendwann nach Hause zurückkehren zu können.
Doch loslassen, dass ins uns jetzt allen bewusst, wird uns dieser Krieg niemals.
Zur Hölle mit allen, die uns dazu gebracht haben, hierher zu kommen!
Zur Hölle mit denen, die sich uns in den Weg stellen!
Wir selber sind längst angekommen.
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Donnerstag, 9. November 2006
Den Moment erleben...
tobi-wan, 15:32h
Uni war früh zu Ende, Dossier kam gut an, der Herbst entfaltete mit wehenden, bunt gefärbten Blättern Aufbruchsstimmung, und bei der Nachhausefahrt wurde auch noch das Lieblingslied im Radio gespielt, was bei voller Lautstärke zum Mitsingen animierte.
So können kleine, aber nicht unbedeutende Freuden des Alltags aussehen.
Die Welt und ihre Probleme drängen in den Hintergrund, zwar nicht lange, aber immerhin für den Moment.
So können kleine, aber nicht unbedeutende Freuden des Alltags aussehen.
Die Welt und ihre Probleme drängen in den Hintergrund, zwar nicht lange, aber immerhin für den Moment.
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Dienstag, 7. November 2006
Der schöne Schein
tobi-wan, 21:59h
Wie hat man in der Schule, der Uni oder im Berufsleben Erfolg?
Indem man pünktlich ist, höflich, kommunikativ, hart arbeitet oder eine schnelle Auffassungsgabe besitzt?
Möglich.
Doch warum schaffen es dann immer wieder Menschen, gute Noten sowie Spitzenpositionen zu erreichen, die bei näherem Hinsehen von Tuten und Blasen keine Ahnung haben?
Weil sie Meister der Selbstinszenierung sind.
Ob sie sich ihrer Schwächen bewusst sind, oder sie nur geschickt zu kaschieren wissen, mag von Fall zu Fall verschieden sein. Doch sie alle haben die Erkenntnis gemein, dass heutzutage (oder schon immer?) für viele der Schein alles und der Kern nichts ist. Also rücken sie das eigene Ich ins Zentrum des Universums, und überdecken ihre stille Verachtung der anderen mit geschickter Rhetorik und selbstgefälligem Auftreten. Klar, ein vernünftiges Selbstbewusstsein ist wichtig.
Aber hoffentlich gibt es auch in Zukunft noch ein paar Mitmenschen, die den vielen Blendern da draußen ihre Masken vom Gesicht reißen.
Indem man pünktlich ist, höflich, kommunikativ, hart arbeitet oder eine schnelle Auffassungsgabe besitzt?
Möglich.
Doch warum schaffen es dann immer wieder Menschen, gute Noten sowie Spitzenpositionen zu erreichen, die bei näherem Hinsehen von Tuten und Blasen keine Ahnung haben?
Weil sie Meister der Selbstinszenierung sind.
Ob sie sich ihrer Schwächen bewusst sind, oder sie nur geschickt zu kaschieren wissen, mag von Fall zu Fall verschieden sein. Doch sie alle haben die Erkenntnis gemein, dass heutzutage (oder schon immer?) für viele der Schein alles und der Kern nichts ist. Also rücken sie das eigene Ich ins Zentrum des Universums, und überdecken ihre stille Verachtung der anderen mit geschickter Rhetorik und selbstgefälligem Auftreten. Klar, ein vernünftiges Selbstbewusstsein ist wichtig.
Aber hoffentlich gibt es auch in Zukunft noch ein paar Mitmenschen, die den vielen Blendern da draußen ihre Masken vom Gesicht reißen.
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